Der weltweite Absatz von Elektroautos steigt. Gleichzeitig wird Lithium, das die Grundlage ihrer Batterien bildet, immer teurer. Werden Autos teurer? Das muss nicht sein. Denn es gibt noch eine weitere Technologie auf dem Markt. Die Rede ist von Natrium-Batterien.
Der Markt hat keine guten Nachrichten für die elektromobile Version der Automobilindustrie. Im letzten Quartal ist der Preis für Lithiumcarbonat weltweit um 50 Prozent gestiegen. Die Veränderung ist also erheblich. So erheblich, dass laut Elektrowóz die Hersteller von Autobatterien Preiserhöhungen ankündigen. Diese werden sicherlich auch die Käufer von E-Autos treffen.
Ist billiges Natrium die Antwort auf teures Lithium?

Der Preisanstieg für Lithium auf dem Weltmarkt ist erheblich. Was bedeutet das? Grob gesagt, dass die Autohersteller im Jahr 2026 möglicherweise nach einer anderen Technologie suchen werden. Eine andere und vor allem billigere. Eine solche gibt es natürlich. Sie wird von dem chinesischen Unternehmen CATL angeboten. Dieses produziert seit 2021 Na-Ionen-Zellen. Die Grundlage für ihre Herstellung ist Natrium. Es ist billig und weltweit leicht verfügbar.
Steht also das Jahr der Natrium-Batterien bevor? Diese These taucht in einigen asiatischen Medien auf. Sie kann jedoch sowohl wahr als auch falsch sein. Das hängt von mehreren Faktoren ab. CATL-Batterien sind nicht nur billiger in der Herstellung, sondern auch widerstandsfähiger gegen hohe Temperaturen. Diese Tatsache minimiert die Brandgefahr, z. B. beim Laden.
Natrium ist nach wie vor ein Fragezeichen. Lithium ist teurer, aber nicht teuer

Andererseits ist die Natriumzellentechnologie noch nicht so ausgereift wie die Lithium-Ionen-Batterien. Bei ähnlicher Größe bieten Na-Ionen in der Regel eine geringere Energiekapazität und eine geringere Reichweite. Sie vertragen auch Kälte schlechter. Die Technologie hat auch eine geringere Marktreichweite. Denn sie wird weltweit nur von einem einzigen Unternehmen genutzt.
Wie Elektrowóz betont, ist die These, dass 2026 das Jahr der Natrium-Batterien sein wird, daher für den chinesischen Hersteller CATL sehr günstig. Vor allem im Kontext des Kampfes um Kunden mit chinesischen, japanischen und koreanischen Konkurrenten.
Bevor man zu weitreichende Schlussfolgerungen zieht, sollte man sich daher noch einer weiteren Sache bewusst sein. Der 50-prozentige Anstieg des Lithiumpreises ist beunruhigend, wird aber keinen Zusammenbruch des Marktes verursachen. Denn die Preise sind noch weit von dem Höchststand entfernt, der 2022 erreicht wurde. Der Wert dieses Elements hat nicht einmal annähernd die damals notierten Werte erreicht. Der Preisanstieg ist daher nur ein Hinweis, aber noch kein Alarmsignal für die weltweite Automobilindustrie.